Am Montagabend, dem 10. August 2026, geriet in Obermillstatt, Gemeinde Millstatt, aus bislang unbekannter Ursache ein Wirtschaftsgebäude in Vollbrand. Aufgrund der raschen Brandausbreitung und der unmittelbaren Nähe zu weiteren Gebäuden wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften alarmiert.
Im Einsatz standen rund 220 Feuerwehrmitglieder aus den umliegenden Feuerwehren sowie die Polizei. Beteiligt waren unter anderem die Feuerwehren Obermillstatt, Millstatt, Lammersdorf, Matzelsdorf, Laubendorf, Seeboden, Spittal/Drau und Kötzing.
Die erste Priorität der Feuerwehren war ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Wohngebäude zu verhindern.
Es wurden mehrere Riegelstellungen zu den angrenzenden Wohnhäusern aufgebaut, um ein Übergreifen der Flammen und der enormen Wärmestrahlung zu mindern.
Im weiteren Einsatzverlauf rückte die Feuerwehr Spittal mit der Drehleiter an. Über die Drehleiter konnte das brennende Wirtschaftsgebäude gezielt von oben bekämpft werden. Dadurch war es möglich, auch schwer zugängliche Bereiche des Gebäudes zu erreichen.
Für die Wasserversorgung wurden mehrere Leitungen knapp einen Kilometer in die Millstätter Schlucht verlegt.
Nach der erfolgreichen Eindämmung des Brandes begannen die umfangreichen Nachlöscharbeiten. Teile des Gebäudes mussten kontrolliert abgetragen werden, um Glutnester aufzuspüren und eine neuerliche Brandausbreitung zu verhindern. Dabei kamen unter anderem ein Bagger von EBU-Erdbewegung Untermoser und ein Kran der Firma HFT zum Einsatz. Auch das Hotel Alpenrose spendete neben dem Wasser aus dem Hotelpool auch Verpflegung für die Einsatzkräfte-
Heuballen und landwirtschaftliche Geräte mussten unter Einsatz von schwerem Gerät aus dem Gebäude geräumt und der stark in Mitleidenschaft gezogenen Dachstuhl abgetragen werden um alles in weiterer Folge kontrolliert ablöschen zu können.
Hierzu wurden um ca 01:00 Uhr noch die Feuerwehren Radenthein, Döbriach und Treffling allesamt mit Atemschutzträger nachalarmiert.
Der Einsatz dauerte bis in die späten Nachtsstunden. Dank des massiven Kräfteaufgebots und des raschen Eingreifens konnte insbesondere ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Wohngebäude verhindert und damit größerer Schaden für die umliegenden Bewohner abgewendet werden.
Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt.
Eingesetzte Feuerwehren:
- FF Spittal
- FF Millstatt
- FF Obermillstatt
- FF Seeboden
- FF Kötzing
- FF Lammersdorf
- FF Matzelsdorf
- FF Laubendorf
- FF Treffling
- FF Döbriach
- FF Radenthein
Gesamteinsatzstärke: rund 240 Feuerwehrmitglieder
Zusätzlich im Einsatz: Polizei mit Drohne sowie Bagger- und Kranunternehmen










Bericht & Bilder: FF Millstatt